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update: 10.11.2011

Agenda 21 Schwarzenbruck bei
Anti – Atom – Demo in Biblis

biblis4Gertraud Fuchs, Cordula Renner und Dieter Schiel von der Agenda 21 demonstrierten am 24.4.2010 zusammen mit 20.000 weiteren Atomkraftgegnern vor dem Atomkraftwerk in Biblis. Bei sommerlichen Temperaturen marschierten sie zum zentralen Versammlungsplatz vor den Toren des Kraftwerks. 


Nach mehreren Reden umzingelten die Menschen dann das Atomkraftwerk. Mit einem „die – in“ wurden anschließend, zwei Tage vor dem 24. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. die Gefahren der Atomtechnologie symbolisch zum Ausdruck gebracht.

Die-in

Dabei war die Demonstration in Biblis nur ein Teil des deutschlandweiten Protestes. Zeitgleich bildeten 120.000 Bürger eine 120 Kilometer lange Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel in Norddeutschland. Beide Anlagen stehen nach Störfällen seit über zwei Jahren still.

6000 Menschen demonstrierten zudem vor dem Atommüllzwischenlager in Ahaus. Insgesamt entstand so die bisher größte Protestaktion gegen die Atomenergie in der Geschichte der Bundesrepublik.

Dabei richtet sich der Protest nicht nur gegen die allgemein bekannten Risiken dieser Technik einschließlich der ungelösten Endlagerproblematik sondern auch gegen die geplanten Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke.
Wie die Gemeindewerke Schwarzenbruck lehnt auch die Agenda 21 verlängerte Laufzeiten ab. Neben dem zunehmenden Risiko eines Störfalls würden diese nämlich die Investitionen der Gemeindewerke in eigene Energieerzeugungsanlagen gefährden. Die Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien würde blockiert. Denn schwer regelbare Atomkraftwerke lassen sich nicht mit flexibel einspeisenden Erneuerbaren Energien kombinieren. Dies gelingt nur mit Gaskraftwerken, die ihre Leistung sehr schnell anpassen können und zudem einen relativ guten Wirkungsgrad aufweisen.

Biblis TorAm Ende des anstrengenden Protesttages traten die Agenda 21 Mitglieder dann erschöpft die Heimreise mit dem Bus an. Und dies in der Hoffnung, dass das Signal, das von diesem eindrucksvollen Aktionstag ausgeht, auch bei den politisch Verantwortlichen Gehör findet.

Dr. Dieter Schiel,
Arbeitskreis Energie und Klimaschutz