Agenda 21 Schwarzenbruck bei
Anti – Atom – Demo in Biblis
Gertraud Fuchs, Cordula Renner und Dieter Schiel von der
Agenda 21 demonstrierten am 24.4.2010 zusammen mit 20.000 weiteren
Atomkraftgegnern vor dem Atomkraftwerk in Biblis. Bei sommerlichen Temperaturen
marschierten sie zum zentralen Versammlungsplatz vor den Toren des Kraftwerks.
Nach mehreren Reden umzingelten die Menschen dann das Atomkraftwerk. Mit einem
„die – in“ wurden anschließend, zwei Tage vor dem 24. Jahrestag der
Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. die Gefahren der Atomtechnologie symbolisch
zum Ausdruck gebracht.

Dabei war die Demonstration in Biblis nur ein Teil des deutschlandweiten Protestes. Zeitgleich bildeten 120.000 Bürger eine 120 Kilometer lange Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel in Norddeutschland. Beide Anlagen stehen nach Störfällen seit über zwei Jahren still.
6000 Menschen demonstrierten
zudem vor dem Atommüllzwischenlager in Ahaus. Insgesamt entstand so die
bisher größte Protestaktion gegen die Atomenergie in der Geschichte der
Bundesrepublik.
Dabei
richtet sich der Protest nicht nur gegen die allgemein bekannten
Risiken dieser Technik einschließlich der ungelösten
Endlagerproblematik sondern auch gegen die geplanten
Laufzeitverlängerungen der Atomkraftwerke.
Wie die
Gemeindewerke Schwarzenbruck lehnt auch die Agenda 21 verlängerte
Laufzeiten ab. Neben dem zunehmenden Risiko eines Störfalls
würden diese nämlich die Investitionen der Gemeindewerke in
eigene Energieerzeugungsanlagen gefährden. Die Energiewende hin zu
Erneuerbaren Energien würde blockiert. Denn schwer regelbare
Atomkraftwerke lassen sich nicht mit flexibel einspeisenden
Erneuerbaren Energien kombinieren. Dies gelingt nur mit Gaskraftwerken,
die ihre Leistung sehr schnell anpassen können und zudem einen
relativ guten Wirkungsgrad aufweisen.
Am Ende des anstrengenden Protesttages traten die Agenda 21 Mitglieder
dann erschöpft die Heimreise mit dem Bus an. Und dies in der Hoffnung,
dass das Signal, das von diesem eindrucksvollen Aktionstag ausgeht,
auch bei den politisch Verantwortlichen Gehör findet.
Arbeitskreis Energie und Klimaschutz


