AGENDA21 gegen
Laufzeitverlängerung in Berlin
Mitglieder der AGENDA21 waren am 18. September mit dabei in
Berlin bei einer der größten
Anti-Atom-Demonstrationen in Deutschland seit 1986 – 100.000 Menschen
kamen dabei zusammen. Grund für diese Demonstration war die von
der Regierung beschlossene Laufzeitverlängerung für
Atomkraftwerke – nach der z. B. die ältesten Atomkraftanlagen, die
dieses bzw. nächstes Jahr vom Netz genommen worden wären –
noch 8 Jahre zusätzlich laufen dürfen. Die „Neueren“
entsprechend noch länger. Ein Ende der riskanten Nutzung von
Kernenergie ist damit nicht abzusehen. Grund genug für die
AGENDA21- Mitglieder aus Schwarzenbruck an der Demonstration
teilzunehmen und ein Statement gegen Atomkraft und die
Laufzeitverlängerung abzugeben und mit vielen anderen zu
protestieren.

Schon am frühen Vormittag war das
Gelände vor dem Berliner Hauptbahnhof voll mit Menschen – aus
allen Gruppen der Bevölkerung: Junge und Alte,
Schülerinnen und Schüler, Gewerkschafter,
Beschäftigte der Erneuerbaren Energienbranche,
Umweltverbände, Stadtwerke, Vetreter aller demokratischen
Parteien aus verschiedenen Regionen (!) usw. - mit verschiedensten
Transparenten – die eines deutlich machten: Atomenergie ist zu
gefährlich um sie weiter noch länger zu
nutzen, die Endlagerung ist völlig ungeklärt und
hochriskant, Erneuerbare Energien haben in den letzten Jahren 300.000
Arbeitsplätze geschaffen – die auch auf dem Spiel stehen.
Unsere Zukunft und Lebensqualität hängt von einer
sauberen Energie ab. Und eines wurde auch von den Rednern bei dieser
Veranstaltung klargemacht: die Erneuerbaren Energien können
jederzeit die Atomkraft ablösen – es gäbe keine
Stromlücke.
Die Demonstration dauerte 6 Stunden –
dabei verteilten sich die Demonstranten um das Regierungsviertel – um
ihren Protest deutlich sichtbar zu machen. Die 100.000 Menschen in
Berlin standen auch für die Millionen in Deutschland, die es
laut Umfragen auch ablehnen, dass die Atomkraftwerke noch
länger laufen sollen.
Mit Sicherheit war es ein
anstrengender Tag – aber für eine saubere, sichere
Energieversorgung lohnt sich dies allemal.
Tanja Holl