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update: 10.11.2011

Agenda 21 Schwarzenbruck auf bundesweitem Kongress „Kommunen mit 100% Erneuerbaren Energien“ vertreten

Als Vertreter der Agenda 21 nahm Dipl. Ing. Joachim Friedrich an dem erstmals stattfindenden Kongress „100% Erneuerbare Energien Regionen – Umsetzungsstrategien für Kommunen und Landkreise“ am 16. und 17. Juni 2009 in Kassel teil. Finanziell und ideell unterstützt wurde er dabei von der Gemeinde Schwarzenbruck. Immer mehr Kommunen in Deutschland streben eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien an. Zu einem Erfahrungsaustausch trafen sich nun erstmals 485 Kongressteilnehmer in Kassel. 

„100% Erneuerbare Energien Kommunen sind keine seltenen Orchideen mehr“, so das Fazit von Joachim Friedrich, „ gibt es doch bundesweit bereits 34 Landkreise und 56 Gemeinden, die sich das Ziel gesetzt haben, sich vollständig mit Erneuerbaren Energien zu versorgen. Etliche davon haben mittlerweile dieses Ziel  bereits erreicht oder sogar schon überschritten“.
Der, unter anderem vom deutschen Städte- und Gemeindebund, getragene Kongress brachte nun kommunale Vertreter aus ganz Deutschland zusammen und stellte Strategien aus erfolgreichen Regionen vor. 

Als Beispiel sei die Gemeinde Freiamt Im Schwarzwald mit ihren rund 5000 Einwohnern genannt. Mit Ihren Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, ihren Holzhackschnitzel- und Pelletheizungen, Biogasanlagen, drei Wasserkraftwerken und vier Windkraftanlagen erzeugt die Schwarzwaldgemeinde bereits drei Millionen Kilowattstunden Energie mehr als die Bürger und das örtliche Gewerbe verbrauchen.

Wichtig bei der Umsetzung dieser Projekte ist hierbei eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und die finanzielle Beteiligungsmöglichkeit der Bürger, die zu einer hohen Akzeptanz der installierten Erneuerbare Energien Anlagen führt. Dies zeigt auch die beigefügte Graphik aus einer aktuellen Forsa Umfrage.
Dabei sieht die Bürgermeisterin von Freiamt und die Gemeindeverwaltung ihre Aufgabe darin, die Bürger zu unterstützen, zu beraten und administrative Hürden zu beseitigen. So dauerte die Genehmigung der ersten Biogasanlage noch zwei Jahre, während die zweite Anlage bereits nach sechs Monaten gebaut werden konnte.

akzeptanz forsa

Die Vorteile einer Versorgung mit heimischen Erneuerbaren Energien liegen dabei auf der Hand. Das investierte Kapital bleibt vor Ort und fließt nicht, z.B. für Heizöl oder Erdgas, ins Ausland ab. Die örtlichen Handwerksbetriebe werden gestärkt und neue Arbeitsplätze geschaffen. Es resultieren zusätzliche Steuereinnahmen für die Gemeinde. Die regionale Wertschöpfung wird gestärkt und die Kommune leistet einen aktiven Beitrag zum Schutz unseres Klimas.

Weitergehende Informationen zu dem Kongress finden Interessierte im Internet unter www.100-ee-kongress.dewww.kommunal-eneuerbar.de und unter www.deutschland-hat-unendlich-viel-energie.de.

Die Agenda 21 möchte sich an dieser Stelle ausdrücklich bei der Gemeinde Schwarzenbruck für ihre Unterstützung bedanken und hofft, dass sie und die Gemeindewerke, aber auch die Schwarzenbrucker Bürger, weiter am Ausbau der Erneuerbaren Energien vor Ort weiterarbeiten.
Das Ziel einer „100% Erneuerbaren Energien Gemeinde Schwarzenbruck“ bzw. eines „100% Erneuerbaren Energien Landkreises Nürnberger Land“ muss, nach den Erfahrungen, die Joachim Friedrich auf dem Kongress gesammelt hat, somit keine Utopie bleiben.

Eine Folgekonferenz im nächsten Jahr wird bereits geplant, mit dann vermutlich noch mehr Teilnehmern, hoffentlich auch aus dem Landkreis Nürnberger Land.

Dr. Dieter Schiel
Sprecher des Arbeitskreises Energie und Klimaschutz
der Agenda 21 Schwarzenbruck