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update: 10.11.2011

Agenda21 informiert sich über ein Sonnenhaus

Die Informationsfahrt der Agenda 21 Gruppe Schwarzenbruck führte in diesem Jahr zum Sonnenhaus am Samainhof bei Parsberg. Markus Heinrich, Heizungs- und Solarexperte aus Lindelburg, informierte die 16 Angereisten darüber, was man unter einem Sonnenhaus versteht. Es handelt sich um ein gut gedämmtes Gebäude mit einem großen Solarschichtenspeicher und einer entsprechend dimensionierten Solarwärmeanlage auf dem Dach, die mindestens 50% der benötigten Energie für Heizung und Warmwasser im Jahr bereitstellt. Bei entsprechender Auslegung von Sonnenkollektor und Speicher lässt sich auch eine 100% ige Deckung des Heizungs- und Warmwasserbedarfs realisieren. Ein solches Wohnhaus gibt es beispielsweise in Regensburg. Das Sonnenhauskonzept kann sowohl im Neubau als auch bei Bestandsgebäuden verwirklicht werden.
Sonnenhaus

Nach Ankunft der, unter anderem mit dem Bürgerbus, angereisten Agenda21 Gruppe, begleitet von Mitgliedern des Solarstammtisches Burgthann, informierte Markus Heinrich zunächst, an Hand einer Präsentation, allgemein über das Prinzip des Sonnenhauses.

vortrag

Bei dem vor zwei Jahren errichteten Sonnenhaus am Samainhof wurde ein 15.000 Liter fassender, hochwärmegedämmter Solarschichtenspeicher in die Mitte des Gebäudes integriert. Auf der Südseite des Satteldaches installierte man ein 90 m2 großes Sonnenkollektorfeld, das in die Dachhaut integriert ist. Die Dachneigung von 50° sorgt dafür, dass auch bei tiefstehender Sonne im Winter ein optimaler Sonnenenergieertrag erreicht wird. Beheizt wird das Gebäude über Fußboden- und Wandheizungen, die angenehme Strahlungswärme abgeben. Die große Heizfläche sorgt, zusammen mit der guten Dämmung, dafür, dass selbst bei Minus 15° Außentemperatur nur eine Heizungsvorlauftemperatur von 38° benötigt wird. Sollte im Winter einmal die Sonnenenergie aus den Kollektoren nicht ausreichen, um die 630 m2 Wohnfläche zu beheizen, springt eine Holzhackschnitzelheizung ein. Für die Hackschnitzel mussten im vergangenen, strengen Wintern nur 450 € bezahlt werden. Über das gesamte Jahr gesehen, deckt die Solaranlage im Sonnenhaus 60% des Bedarfs für Warmwasser und Heizung.
„Steigende Preise für Heizöl oder Erdgas sind für unser Haus kein Thema“, so Markus Heinrich, “denn Sonnenstrahlen sind immer kostenlos und Holz wächst jedes Jahr nach“.

regelung

Nach der Besichtigung der Solaranlage, des Speichers mit der ausgeklügelten Regelungstechnik und der Hackschnitzelheizung stärkte man sich im „Solarcafé“ des Sonnenhauses. Ursula Stingl servierte ein köstliches Mittagessen aus Bioprodukten.
Anschließend führte Markus Heinrich die Gruppe noch über den Samainhof mit seinen zahlreichen Islandpferden.
Vollgepackt mit interessanten Informationen und Eindrücken trat die Agenda 21 Gruppe dann am Nachmittag die Heimreise an.

Interessierte finden weitere Informationen im Internet unter www.sonnenhaus-institut.de und unter www.samainhof.de.

Dr. Dieter Schiel, Arbeitskreis Energie und Klimaschutz